Die Geschichte der Michlaare Kaale geht doch schon ein Stück zurück. Sie beginnt 1865, als Lorenz Aumüller auf der steil abfallenden Westseite seines Grundstückes Fl. Nr. 2016, links unterhalb der heutigen Wirtschaft, die Felsenkeller schuf. Den vorderen Keller nutzte er selbst noch erhalten, während der hintere größere heute eingefallen als Doppelkeller dem Schardtn Hannla und dem Bastl dienten. Bis 1927 wurde an den Sonn- und Feiertagen während der Sommermonate im schattigen Talgrund Einkehr gehalten, wobei während der Kriegs- und Nachkriegsjahre der Wirtschaftsbetrieb ruhte. 1925 wurde die Kelleranlage neu gestaltet. Am 14. Februar 1927 erhielt Georg Aumüller vom Gemeinderat die Erlaubnis ein Unterschlupfhäuschen zu erbauen und am 15. März die Konzession für die Sommerwirtschaft mit dem Ausschank von Bier, Wein und Apfelwein.

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Eine vom Bauarbeiter Georg Wittmann Eisara während Bauarbeiten im Juli 1963, im rechten Türpfeiler des Haupteinganges in einer blechernen Zigarettenschachtel aufgefundene Urkunde vom 16. Juni 1927 bringt uns die Baugeschichte näher. Sie berichtet: Bauleiter war Karl Lindner Gluthitze während der Bauzeit Transport der Baumaterialien wegen der schlechten Wegverhältnisse schwierig oft mußten 6 Pferde eingespannt werden, um den mit Kies oder Backsteinen beladenen Karren wieder flott zu machen großer Einsatz der Bierführer Graß, Tremel und Werner von der Bürgerbräu Lichtenfels. Nun fand die Kellerwirtschaft noch größeren Anklang und besonders die Kegelbahn begeisterte jung und alt. Pfingstsonntag 1929 gab die Vereinigte Musikkapelle Michelau ein großes Konzert. Am 28. Oktober 1938 gingen auch die Keller an die DietzBräu über und wurden von der Familie Albert Schmidt noch bis 22. Dezember 1952 betrieben. Nach der Familie StollGruber die das Lokal nur im Sommer 1953 bewirtschaftete, kam mit dem 1. Mal 1959 die Familie Johann und Ursula Englert aus Lichtenfels als Pächter und ab April 1972 als Eigentümer auf unser Ausflugslokal. Der KellerHanni erhielt am 22. April die Konzession. Am 26. Mal 1960, Himmelfahrt, wurde die neu erbaute Kegelbahnanlage eröffnet, die, 1964 überholt, bis 1966 in Betrieb war. Zwischenzeitlich war vom 1. September 1968 bis 3. Januar 1970 Günter Lewing aus Breslau Pächter gewesen, als am 20. Juni 1970 die Kaale abbrannten und lange Zeit als Ruine ein trostloses Bild boten. Nach gelungenem Wiederaufbau nahm dann am 1. Januar 1973 die Familie Englert ihre Wirtschaft wieder in Betrieb und führt sie, nur unterbrochen durch eine Verpachtung an Gisela Späth aus Schney, vom 1. September 1982 bis 15. April 1985, bis heute. Das Wohnhaus entstand 1976,77 als Geräteschuppen. Neben Hausmacherbrotzeiten ist wohl der BocksBraten die Spezialität des Hauses. Seit 1991 kommt nun LeikeimBier zum Ausschank, nachdem man vorher zumeist dasselbe Angebot wie bei der einstmaligen Stammwirtschaft hatte. 1996 fand ein Besitzerwechsel duch Rolf Gutseel und im Mai 2002 dem derzeitigen Besitzer Herr Matthias Krämer. Einen kurzen Aufenthalt hatte dann Frau Gäbelein im Sommer 02 bis Dezember 03.

Am 30.01.2004 nahmen sich die Geschwister Harry&Karin Stocker aus der Schney als Pächter der Kellerwirtschaft an und erfüllten so sich ihren Kindheitswunsch, denn da ist ihr Onkel auch immer mit inana nagloffen.

Bis zum heutigen Tag.